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Beobachtungs-
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Verbreitung

Migrantinnen

"Wir haben alle eine eigene Welt in uns, jeder seine eigene. Aber wie sollen wir uns verstehen, wenn ich in meine Worte den Sinn und die Bedeutung der Dinge lege, so wie ich sie empfinde, während derjenige, der sie hört, sie unvermeidlich mit dem Sinn und der Bedeutung der Dinge füllt, die zu seiner Welt gehören?"
(Pirandello)

Aus der Entwicklung

Hier geben wir einen Einblick in unsere Erfahrungen - denn ebenso wie die Potenzialermittlung eine spannende Auseinandersetzung für die Mädchen ist, so war die Entwicklung des Verfahrens selbst ein Interessanter Lernprozess für die Projektgruppe, der insgesamt drei Jahre in Anspruch genommen hat, um zu einem optimierten Produkt zu führen.
  


Etappen der Arbeit

Die Entwicklung der Arbeitsaufträge (Module) von taste:

Die Beschreibung des Arbeitsalltags, der täglichen Anforderungen, der "typisch-kritischen Situationen" in den jeweiligen Berufsfeldern: es war ein hochinteressanter Verdichtungsprozess, der vom Allgemeinen zum Konkreten verlief und schließlich in die Ideen für die Auftragsgestaltung einmündete.

In den zur Zeit laufenden Praxisdurchläufen überprüfen wir: Bilden die Aufträge die beruflichen Anforderungen richtig ab? Sind sie zum Berufseinstieg zu schwer - zu leicht - oder gerade richtig?

Die Aufträge sollen Potenziale ermitteln - und somit die Teilnehmerinnen vor echte Herausforderungen stellen: Sie sollen sie aber auch ermutigen, bei Eignung und Neigung auch ohne Vorkenntnisse auf die Berufsfelder Handwerk, Technik und IT zuzugehen, und dürfen deshalb nicht zu schwer sein.

Die Vertreter der Betriebe, mit denen wir zusammen gearbeitet haben, betonen die Bedeutung der Schlüsselqualifikationen für den künftigen Berufserfolg. Mangels eigener Testinstrumente werten sie die Bewerbungsunterlagen für ihre Ausbildungsplätze aber häufig ausschließlich nach Schulnoten aus. Wie wird sich die Bewerbung mit einem taste-Zertifikat bei den Betrieben auswirken?

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Die Entwicklung der Beobachtungsdimensionen

Es kann nur beobachtet werden, was die Beobachter sehen oder hören können - und nur dieses lässt sich in beobachtbare Dimensionen fassen. Die Dimensionen sind aus der Befragung der Berufspraktiker in den Workshops zur Modulentwicklung abgeleitet worden. Dabei wurde gefragt: Was muss man tun, damit eine Sache gelingt?
(Man kann die Dimensionen auch aus dem Umkehrschluss ableiten: Was muss man tun, damit es garantiert schief geht?)

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Die Einbettung von taste in ein System von Vor- und Nachbereitung

Wie werden potenzielle Teilnehmerinnen ausgewählt und vorbereitet, damit sie wissen, worauf sie sich einlassen, was es ihnen nützt?

Wie werden die AssessorInnen - die häufig aus pädaogischen und psychologischen Berufen stammen, aber nicht aus den drei Berufsfelden IT, Technik und Handwerk - geschult, so dass sie adäquat beraten können, wie die nächsten Schritte und die Perspektiven der Berufswegplanung aussehen können?

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taste for girls : Verbreitung erwünscht!

Die Entwicklung, Erprobung und Optimierung von taste wurde 2003 abgeschlossen. Wir wünschen uns eine möglichst bundesweite, flächendeckende Verbreitung von taste. Gesucht werden Bildungsträger, Beratungseinrichtungen, Betriebe, Real- und Gesamtschulen im deutschsprachigen Raum, die taste in ihr Angebot aufnehmen und sich zur Durchführung von Assessmentverfahren qualifizieren wollen - im Interesse der Mädchen auf der Suche nach dem für sie richtigen Beruf.

Aber: Wer taste anbieten will, muss den Qualitätsstandards genügen. Zentrales Kriterium ist die gute Schulung der Anbieter und vor allem der dort tätigen Assessoren und Assessorinnen.

Die Entwicklung des Produkts taste - d.h. der Module, der Beobachtungsdimensionen und des Trainingskonzepts - wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Potenzielle Anbieter bekommen taste als Produkt kostenfrei - bezahlen müssen sie für das Training derer, die es einsetzen wollen.

Unser ausführliches Angebot zur Schulung finden sie hier als PDF-Datei.

 

   

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taste bewährt sich in der Arbeit mit Migrantinnen

Die erste Erfahrung mit der Durchführung von taste bei LIFE mit einer Migrantinnen-Gruppe aus dem Berliner Wedding hat uns positiv überrascht: Aufgrund der Handlungsorientierung der Assessment-Methode konnten die Mädchen ihre großen Potenziale bei den Schlüsselqualifikationen wie Problemlösungs- und Teamfähigkeit zeigen, die im schreib- und sprachorientierten Schulunterricht nie sichtbar werden. Die Fragwürdigkeit unseres dreigliedrigen Schulsystems, das diese Talente in die Hauptschulen verbannt und ihren Einstieg in eine qualifizierte Berufsausbildung so erschwert, hat uns diese Gruppe vor Augen geführt. Die 4 taste-Module sind somit auch mit dieser Zielgruppe anwendbar.

Hier finden Sie einen ausführlichen Bericht als PDF-Datei.

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taste gibt es jetzt auch „gegendert“!

Im Rahmen der ersten "best of"–Erprobungen war das Interesse an dem taste-Modul: Umgang mit der eigenen Minderheitensituation (als Frau in einer Männerdomäne) besonders groß. Nun ließ sich dieses Modul nicht einfach auf die Situation von Jungen übertragen, denn selbst wenn sie in einer Minderheitensituation sind, erleben sie meistens nicht die Untertöne, denen Frauen in Männerdomänen ausgesetzt sind: dass ihnen erst einmal weniger zugetraut wird, dass sie übersehen werden, dass Herablassung und/oder Anzüglichkeiten von Kollegen wie Kunden die ersten Begegnungen dominieren.
Wir haben nach vielen Debatten über Dominanzkulturen, Mehrheiten und Minderheiten taste weiter entwickelt für Jungen, die sich im Umgang mit kompetenten weiblichen Kundinnen und Kolleginnen beweisen müssen – eine sehr interessante geschlechterreflexive Erfahrung!

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